Ich war einfach sprachlos …

Ich trainierte bereits seit einigen Jahren mehr oder minder regelmäßig in einem Fitness-Studio …

… und beobachtete schon länger einen älteren Herren, welcher eigentlich immer dann trainierte, wenn auch ich im Fitness-Studio war. Da ich selbst einigermaßen unregelmäßig trainierte, konnte ich daraus nur schließen, dass er regelmäßig trainieren musste, da ich ihm tatsächlich jedesmal begegnete.

… eines Tages war ich wirklich sprachlos,

Ich sah, wie sich der Herr an die Klimmzugstange hängte und begann, sich daran zu schaffen zu machen. Fasziniert zählte ich zwanzig blitzsaubere Klimmzüge. Sofort schoss ich ein Foto und sprach ihn an. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie alt er sei und wie oft und wie lange er schon trainierte.

Entschuldigen Sie bitte, ich konnte nicht umhin, Ihre beeindruckende Leistung zu bemerken.

… begann ich.

Ich hoffe, es stört Sie nicht, dass ich ein Foto gemacht habe. Ich bin wirklich beeindruckt. Darf ich fragen, wie alt Sie sind?

Ein wenig außer Atem antwortete er stolz:

Ich bin 76 Jahre alt und trainiere seit meinem fünfzigsten Lebensjahr jeden Tag ca. 2 Stunden.

Und so kamen wir ins Gespräch

Auf meine Frage, wie lange es gedauert hätte, bis er das erste mal zwanzig Klimmzüge schaffte, antwortete er, das wisse er nicht mehr so genau, aber sehr lange habe es nicht gedauert.

Ich gratulierte ihm zu seiner Leistung und wollte mich schon abwenden, da fragte er seinerseits, wieviel Klimmzüge ich denn schaffen würde.

Zehn Stück … übertrieb ich

Er muss meine Schummelei bemerkt haben, denn er schlug mir folgendes vor:

Kauf dir eine Klimmzugstange, schraub sie zu Hause an die Wand und mach jeden Tag acht Klimmzüge. Am Besten gleich frühmorgens nach dem Aufstehen. Egal, wie es dir geht oder was anliegt, mach es einfach – jeden Tag!

Das habe ich schließlich getan und es hat gar nicht lange gedauert, bis auch ich zwanzig Klimmzüge schaffte.

Im Laufe der Zeit habe ich ein individuelles Sportprogramm erarbeitet und trainiere damit täglich. Es geht mir damit richtig gut, ich habe Power und werde nur sehr selten mal krank. Und wenn doch, dann bin ich schnell wieder auf den Beinen.

Warum erzähle ich das eigentlich?

Gewohnheiten – das sind die kleinen Bausteine, die wirklich Großes bewirken können.

Negative Gewohnheiten schaffen negative Ergebnisse und positive Gewohnheiten schaffen positive Ergebnisse

Ich habe damit intensive Erfahrungen in meinem eigenen Unternehmen sammeln können!

Mein Unternehmen, ein Ingenieur- und Vermessungsbüro, dümpelte im unteren Marktsegment herum, trotz guter Auftragslage war unser Ertrag – naja, mäßig – um es positiv auszudrücken. Vor ein paar Jahren passierte es, ein geringer Anlass genügte, und wir fanden uns in einer ernsthaften Krise wieder. Diese Situation entstand, weil ich die Sache falsch anging und einfach keine richtige Ahnung hatte, wie ein Unternehmen richtig geführt werden muss. Diese Situation frustrierte mein Team und mich sehr. Einige Mitarbeiter wechselten sogar zur Konkurrenz. Täglich entstanden neue Probleme und erforderten meine persönliche Intervention.

Es war klar, ein Wandel musste her – Gewohnheiten mussten verändert werden!

Ich begann startete klein, implementierte Veränderungen und hielt daran fest, bis sie zur Gewohnheit wurden. Ich bildete mich weiter, las Fachbücher und wandte mein neues Wissen direkt an.

Nicht alles funktionierte auf Anhieb, doch Schritt für Schritt transformierte ich das Unternehmen zu einer effizienten, profitablen Maschine, die ohne mein ständiges Eingreifen läuft.

Auf diese Wandlung bin ich sehr stolz, so stolz, dass ich ein Buch darüber geschrieben habe.

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