Hey Boss, ich brauch mehr Zeit! Hey Boss, ich brauch mehr Geld!

Hey Boss, ich brauch mehr Zeit!

Die Diskussion um die Einführung der Viertagewoche geht weit über eine bloße Neuverteilung der Arbeitszeit hinaus. Während die Befürworter von mehr Freizeit und einer verbesserten Work-Life-Balance träumen, lassen harte ökonomische Realitäten diesen Traum platzen wie eine Seifenblase.

Der offensichtlichste Einwand gegen die Viertagewoche ist die schlichte Mathematik der Produktivität. Nehmen wir an, die Produktivität steigt tatsächlich – was ich im Leben nicht glaube – wenn die Mitarbeiter weniger Stunden arbeiten. Selbst dann ist es unwahrscheinlich, dass diese Zunahme ausreicht, um die verlorene Arbeitszeit vollständig auszugleichen. Bei einer Fünftagewoche bedeutet die Umstellung auf eine Viertagewoche einen Ruhetag mehr – eine 20%ige Reduktion der verfügbaren Arbeitszeit. Die Folge? Ein unweigerlicher Produktivitätsverlust, es sei denn, die Mitarbeiter arbeiten 10 Stunden pro Tag.

Hey Boss, ich brauch mehr Geld!

Der Produktivitätsverlust führt zu Preiserhöhungen, da die Kosten pro produziertem Gut oder pro erbrachter Dienstleistung steigen. Dies führt wiederum zu einer höheren Inflation, was für die gesamte Wirtschaft nachteilig wäre. Und wer bezahlt den Preis? Der Verbraucher. Die Viertagewoche mag für die Mitarbeiter ein Segen sein, aber für die Verbraucher wird sie zum Fluch.

Mitarbeiter und Verbraucher kann man allerdings nicht getrennt betrachten. Volkswirtschaftlich gesehen handelt es sich nämlich um die gleiche Person.

Das Geld reicht, trotz vollem Lohnausgleich, aufgrund der gestiegenen Preise nicht mehr aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken.

Der Mitarbeiter kommt nun zum Chef und verlangt mehr Geld.

Das Ende vom Lied.

Der Mitarbeiter bekommt mehr Geld, wodurch wiederum die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen steigt. Steigende Nachfrage bei gleichem Angebot führt zu steigenden Preisen.

… hey Boss, ich brauch mehr Geld – u.s.w.

Das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange

Es gibt nämlich nicht nur den Binnenmarkt.

Deutschland lebt auch sehr stark vom Export. Und der internationale Markt ist bestimmt nicht bereit, die WorkLifeBalance unserer deutschen Wohlstandsgesellschaft zu unterstützen.

Wer weiß, vielleicht lassen sich die Chinesen ja von uns dazu überreden. Ich glaube es zwar nicht, aber wer nicht fragt …

Fazit – Noch einmal neu nachdenken – BITTE!

Die Befürworter der Viertagewoche mögen behaupten, dass die Vorteile in Form von höherer Mitarbeiterzufriedenheit und geringerer Burnout-Rate diese ökonomischen Nachteile überwiegen. Doch diese Argumente ignorieren die ökonomischen Realitäten. Wir können nicht einfach eine 20%ige Reduktion der Arbeitszeit beschließen und erwarten, dass alles andere gleich bleibt. Die Auswirkungen einer solchen Entscheidung sind komplex und weitreichend, und sie schaden mehr als dass sie nutzen.

Es ist an der Zeit, dass wir uns von der romantischen Vorstellung einer Viertagewoche verabschieden und uns der Realität stellen. Die Wirtschaft ist kein Nullsummenspiel, und wir können nicht einfach Arbeitstage streichen, ohne die Konsequenzen zu tragen.

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