Eine Lanze für die Ausschreibung Teil 1

Konzerne vermeiden Abhängigkeiten – als KMU von Konzernen lernen!

Ich spreche von der Bauwirtschaft, denn hier kann ich auf eine 30-jährige Berufserfahrung zurückblicken. Sowohl als Nachunternehmer, wie auch als Auftraggeber.

Persönliche Beziehungen zwischen den Einkäufern des Konzerns und Nachunternehmern oder Lieferanten sind nicht gern gesehen.

Warum ist das so?

Weil die Gefahr besteht, dass ein Auftrag schnell vergeben wird, ohne sich weiter auf dem Markt umzusehen. Es wird dann nämlich nicht, bzw. nicht streng genug, ausgeschrieben.

Die Begründung lautet häufig: “Wenn ich Meister Mustermann beauftrage, dann weiß ich wenigstens, dass es klappt!“

Das ist aber falsch und kostet Geld, deshalb vermeiden Konzerne solch ein Vorgehen, indem sie Einkäufer beschäftigen, deren Aufgabe es ist, die benötigte Dienstleistung in der geforderten Qualität zum günstigsten Preis des Marktes einzukaufen. Dass mit dem beauftragten Nachunternehmer später auf der Baustelle alles klappt, dafür sind andere verantwortlich (z.B. Bauleiter, Poliere).

Nur so ist es für den Konzern möglich, seine Kosten im Griff zu behalten und bei der Umsetzung großer Bauvorhaben die dringend benötigten Gewinne zu generieren

Warum sollte das für ein KMU anders sein?

Leider tendieren gerade kleinere Unternehmen dazu, “herumzukungeln“, wie oben beschrieben.

Das hat zur Folge: 1. Der Betrieb wird auf Dauer nur einen sehr geringen Gewinn verbuchen. 2. Das Wohl des Betriebes wird mehr und mehr von persönlichen Beziehungen abhängig. 3. Schlussendlich ist der Betrieb nicht mehr wirklich konkurrenzfähig

Schritte zur Lösung: 1. Aufbau eines leistungsfähigen Einkaufs 2. Aufbau eines großen Stammes von Fachbetrieben als potenzielle Nachunternehmer 3. Versenden einer möglichst hohen Anzahl von Leistungsanfragen für jede Vergabeeinheit

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